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Städtische Informationen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 74,6 km²
Einwohner: 116.301 (31. Mai 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.559 Einwohner je km²
Postleitzahl: 42801-42899 (alte PLZ 5630)
Geografische Lage: 51° 11' N, 7° 12' O
Kfz-Kennzeichen: RS
Gemeindeschlüssel: 05 1 20 000
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke
Geographische Angaben
Nördlichster Punkt: 51 Grad, 14 Min. nördl. Breite
Ortsteil Linde 7 Grad, 14 Min. östl. Länge
Südlichster Punkt: 51 Grad, 09 Min. nördl. Breite
südwärts Westhausen 7 Grad, 09 Min. östl. Länge
Östlichster Punkt: 51 Grad, 11 Min. nördl. Breite
Kräwinklerbrücke 7 Grad, 19 Min. östl. Länge
Westlichster Punkt: 51 Grad, 10 Min. nördl. Breite
Müngstener Brücke 7 Grad, 08 Min. östl. Länge
Größte West-Ost-Ausdehnung: 12,4 km
Größte Nord-Süd-Ausdehnung: 9,4 km
Höchste Stelle: Hohenhagen 378,86 m über NN
Tiefste Stelle: a. d. Wupper bei Wiesenkotten 96,00 m Über NN
Das Bergische Heimatlied
Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
Die Berge hoch ragen, der Amboß erklingt,
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
Die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain,
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand:
Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.
Wo die Schwerter man schmiedet dem Lande zur Wehr,
Wo's singet und klinget dem Höchsten zur Ehr,
Wo das Echo der Lieder am Felsen sich bricht,
Der Finke laut schmettert im sonnigen Licht,
Wo der Handschlag noch gilt als das heiligste Pfand:
Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.
Wo die Wupper wild woget auf steinigtem Weg,
An Klippen und Klüften sich windet der Steg,
Wo der rauchende Schlot und der Räder Gebraus,
Die flammende Esse, der Hämmer Gesaus,
Verkünden und rühmen die fleißige Hand:
Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.
Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht,
Im blühenden Tale das Dörfchen mir lacht,
Wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut,
Ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut,
Wo noch Liebe und Treue die Herzen verband:
Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.
Keine Rebe wohl ranket am felsigen Hang,
Kein mächtiger Strom fließt die Täler entlang,
Doch die Wälder, sie rauschen so heimlich und traut,
Ob grünenden Bergen der Himmel sich blaut,
Drum bin ich auch weit an dem fernesten Strand:
Schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land.
Die Bedeutung der Ortsnamen
Remscheid war ursprünglich ein Waldname und der so genannte Wald selbst ein Teil des ehemaligen Grenzsaumes, der die Franken von den Sachsen schied. Damit ist wohl das Grundwort "scheid" des Namens schon erklärt. Gleichartige Waldnamen finden sich in allernächster Nähe: Bruscheid bei Cronenberg, Salscheid bei Ronsdorf, Marscheid bei Barmen, Ohlscheid bei Beyenburg, Bornscheid bei Lüttringhausen und Bilscheid bei Lennep. In allen Fällen handelt es sich um Waldparzellen, die teilweise aneinanderstossen und in der Hauptsache durch Bäche gegeneinander abgegrenzt sind. Sie können nur als Teile eines ursprünglich zusammenhängenden grösseren Waldkomplexes angesehen werden. Diese Waldparzellen, in denen sich hier und da schon im 8. Jahrhundert menschliche Niederlassungen befunden haben werden, sind offenbar nach Beendigung der Sachsenkriege an bäuerliche Siedler mit oder ohne grundherrliche Spitze vergeben worden. So erscheinen in der durch schriftliche Zeugnisse erhellten Zeit "der Hohewald genannt das Remscheid" als Grundherrschaft der Grafen von Berg, das Bruscheid als Nutzungswald einer in ihm sitzenden Kohlenbrennerfamilie, Marscheid und Salscheid als Gemeinbesitz freibäuerlicher Markgenossen, Ohlscheid und Bilscheid als zu einigen wenigen Höfen gehörig, und Bornscheid als Zubehör eines einzigen Gutes.
Suchen wir das Bestimmungswort des Namens Remscheid, so kommen wir zu keinem klaren Ergebnis. Die Annahme, dass der hl. Remigius Patron der Ortskirche gewesen sei und der Name auf ihn zurückgehe, hat einer kritischen Prüfung nicht Stand halten können. Der Ortsname ist älter als die Kirche, und ein Remigiuspatrozinium hat es in Remscheid nicht gegeben. Will man daran festhalten, dass ein Personenname im Bestimmungswort des Ortsnamens steckt, so liegt es nahe, an den zuerst mit dem Wald Belehnten zu denken. Das könnte immer noch eine Remigius - wenn auch nicht der hl. Bischof dieses Namens - gewesen sein, vielleicht aber und wahrscheinlicher ein Rembold oder Rimbert, denn unser Name wird in der ältesten Zeit vielfach Rembscheid, Rempscheid, Rympscheit und ähnlich geschrieben. Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass die Wurzel des Bestimmungsortes auch im Tierreich gesucht wird; man hat dabei an den Rammler, an das männliche Kaninchen gedacht. Begnügen wir uns angesichts dieser Unsicherheiten mit dem sicheren Wissen, dass in einer Urkunde des Jahres 1369 noch von dem Wald "genant dat Reymscheit" die Rede ist, und das auch in späteren Akten noch mehrfach der "Hohewald Rembscheid" erscheint. Dieser Name ist schon früh auf die Gesamtheit der menschlichen Niederlassungen übergegangen, die nach und nach inmitten des Waldes entstanden. Der Vorgang spiegelt sich in den Schriftzeugnissen wider, nach denen die hiesigen Höfe "im Remscheid" lagen, und ebenso in der Umgangssprache, wenn der Eingesessene sagt, er wohne "em Remschet".
Bei dem Namen Lennep - früher meist Linnepe oder Lennepe, aber auch Limpe, Lempe usw. geschrieben - ist die Situation ähnlich. Zwar liegt hier kein Waldname vor; das Grundwort "epe", abgeschliffen aus "apa", bezeichnet vielmehr ein fliessendes Wasser, einen Bach. Aber das Bestimmungswort "linn" ist wieder mehrdeutig. Teils hat man es auf die Linde, teils auf die Leinpflanze zurückgeführt. Eine Version vom "Bach an der Lehne" wird abgelehnt. Aber neuerdings wird das "linn" als lind = lau = matt gedeutet, wobei die Lennepe ein matt dahinfliessendes Gewässer sein müsste. Das Gegenteil war aber der Fall. Sie hat früher mehrere Mühlen getrieben. Ansichts der Tatsache, das im Quellgebiet de (heute weitgehend kanalisierten) ein "Lindenberg" liegt und ehedem eine Linde die Ausdehnung der städtischen Bannmeile bezeichnete, möchte man der Deutung "Lindenbach" den Vorzug geben; doch sei nicht verschwiegen, dass der Lindenberg früher Ohlberg, Auelberg und Altenberg hiess. Sei es aber wie es sei: Lennepe hiess ursprünglich der Bach, in dessen Quellmulde die Siedlung entstant, auf die der Name des Baches übertragen wurde. Parallelbeispiele bieten die Bach- und Ortsnamen Gelpe und Olpe. Noch im 16. und 17. Jahrhundert bezeichnete man die Einwohner Lenneps als "die von der Lemp".
Anders als bei Remscheid und Lennep handelt es sich bei Lüttringhausen von vorneherein um einen echten Siedlungsnamen. Die Sage erzählt, daß einst ein Kreuzbruder aus dem Beyenburger Kloster, Lothar mit Namen, auf der Rückkehr von einem Bettelgang hier von einem gewaltigen Unwetter überrascht worden sei, so daß er glaubte, sein letztes Stündlein wäre gekommen. In seiner Not habe er das Gelübde getan, wenn er das Unwetter heil überstehe, hier einen Wohnplatz zu schaffen, eine Kirche zu bauen und ein Kreuz als Erinnerungsmal zu errichten. Da sich das Unwetter alsbald gelegt habe, sei in Erfüllung des Gelübdes die Kirche und das Kreuz erreicht worden, und die dazwischen entstandene Ortschaft habe zu Ehren ihres Gründers den Namen Lotharinghausen erhalten. Nu ist zwar längst erwiesen, das Ort und Kirche Lüttringhausen schon geraume Zeit bestanden, ehe das Kreuzbrüderkloster zu Beyenburg gegründet wurde; trotzdem steckt in der Sage ein wahrer Kern. Ihn herauszuschälen ist nicht schwer; die Schreibweisen der Ortsnamen zeigen ihn auf. Seine ältesten Formen - Lutilminchusen und Luthelminchusen - verraten uns, daß wir hier die Behausungen von Luthelmingen, den Leuten eines Luthelm oder Lutilmann, vor uns haben. Gleichartige Namen aus unserem Raum sind Bliedinghausen, Ehringhausen, Endringhausen, Frielinghausen, Herbringhausen, Menninghausen, Seringhausen, Vieringhausen usw. Sie sind in großer Zahl auch im Wermelskirchener Gebiet vertreten.
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